Segeln der FSP-BP 2

 
Am 08.09.14 ging die Fahrt morgens um 6.45 Uhr in Begleitung von Herrn Nicolas und Herrn Niemeyer los. Nach dreistündiger Fahrt zum Hafen Enkhuizen haben wir spontan unsere Unterkunft, die „Nil Desperandum“, einen Dreimaster gefunden. Der Bus war schnell ausgepackt und die „Nil“ schnell voll. Auf dem Boot war es sehr eng.
 
Nachdem sich alle in ihren Kajüten eingerichtet hatten, sind wir in Enkhuizen noch schnell die letzten Lebensmittel einkaufen gegangen.
Als wir alle wieder an Bord waren, stellten sich der Skipper (Ap) und der Maat (Jealmar) vor.
Der Maat zeigte uns in einem „Schnellkurs", wie die Knoten geknüpft werden und an welchen Tauen wir ziehen müssen, um bestimmte Segel zu hissen. Jetzt waren wir mehr oder weniger bereit, uns auf das Abenteuer Segeln einzulassen und stachen in See.
Wir waren noch nicht ganz aus dem Hafen, da ging die schweißtreibende Arbeit schon los. Wir hatten alle viel Spaß dabei und mussten echt ackern, um die Segel zu hissen.
Da wir an dem Montag sehr gutes Wetter hatten, hieß es danach für uns eigentlich nur, SONNEN auf dem Deck! Dazwischen sind wir einige Male Wenden gefahren, um das Schiff auf den richtigen Kurs zu bringen. Am Abend legten wir in Medemblik an.
Am Dienstag war unser Ziel die Insel Texel, die wir am Abend um 18.00 Uhr erreichten. Nach der Hafenerkundung und kleineren Einkäufen gab es um 20.00 Uhr ein gemeinsames Abendessen, das schon wie alle anderen Mahlzeiten auch vorher geplant war und von kleineren Gruppen für alle zubereitet wurde. Wir spielten Karten, unterhielten uns und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Da am Mittwoch wenig Wind herrschte, erkundeten wir auf unterschiedliche Weise Texel: Einige liehen sich ein Fahrrad und fuhren zum Strand oder ins Ecomare, eine Seehundauffangstation, andere mieteten sich ein Tuck-tuck und fuhren damit über die Insel bis zum Leuchtturm.
Auch an diesem Abend kam die Unterhaltung nicht zu kurz!
Am Donnerstagmorgen segelten wir weiter bis nach Hoorn. Dort zückten erst einmal alle ihre Handys, da es dort erstmalig freies W-Lan gab! Waren das ruhige Tage, an denen wir auch ohne Handy wunderbar kommunizieren konnten - ohne gefühlte 3.000 Whats-App-Nachrichten am Tag!
Wir schauten uns natürlich das kleine Dorf Hoorn auch noch an, saßen nach dem Abendessen noch lange an Deck mit dem Gefühl eines tollen Erlebnisses, das uns alle noch einmal durch gute Gespräche und gemeinsames Tun verbunden hat. Den ein oder anderen lernt man auf so einer Fahrt noch einmal von einer ganz anderen oder neuen Seite kennen, die man in zwei Jahren gemeinsamen Unterrichts noch gar nicht entdeckt hatte!
So segelten wir am Freitag etwas wehmütig Richtung Enkhuizen. Wir packten unsere Sachen, räumten unsere Kajüten und aßen noch einmal leckeren holländischen Fisch im Hafen.
Gegen 14 Uhr verließen wir mit dem Bus den Hafen und erreichten Münster gegen 18.00 Uhr. Wir waren uns einig, dass dies eine gelungene Studienfahrt war.
 
Marius Wirmer (BP 2), 03.11.2014