Schule lebt

Fragebogen für Ehemalige

Von Annika Lütke Schute (Abitur 2010)

1.  Ihr erster Eindruck von der Hildegardisschule? In welcher Situation ist er entstanden? 

„Doch nicht mehr nur das „Pudding-Abitur und Nonnen habe ich auch noch keine gesehen! Verblüffend...“
Meine Oma (alteingesessene Münsteranerin) erzählte mir nach Bekanntgabe meiner Abi-Pläne an der Hildegardisschule nämlich, dass es früher eine reine Mädchenschule gewesen ist.

 2. Ihr größter persönlicher Sieg/Triumph in der Schule?

Nach circa einem Schuljahr kannte selbst ich die Wege im Nebengebäude.

3. Ihre größte persönliche Niederlage in der Schule? 

Kassensturz kurz vor dem Abi-Ball: „Okay... dann gibt es halt Pellkartoffeln mit Butter für alle.“

4. Eine besondere, für Sie bedeutsame Erkenntnis, die Sie in der Hildegardisschule gewonnen haben? (Es könnte sich auch um einen „guten Gedanken“ oder eine Art von „Bildungserlebnis“ handeln!)

Du bist nicht alleine auf weiter Flur: Gute Hilde-Freunde, Spontanität und im Zweifel Kaffee-Infusionen aus dem Lenz werden das Kind schon schaukeln

5. Mal abgesehen von durch persönliche Gründe (z.B. Krankheit) bedingten Unterrichtsausfällen, haben Sie in der Hildegardisschule an ca. 1000 Unterrichtsstunden pro Jahr teilgenommen; wie hoch schätzen Sie den Anteil der Stunden ein, in denen Sie lieber etwas anderes gemacht hätten? Was wäre das dann konkret gewesen?

Butter bei die Fische: In etwa 30% der Stunden war lediglich der Körper anwesend, die Gedanken lagen am Strand in der Sonne, liefen mit einem Cocktail über die grüne Wiese, waren mit dem Ausnüchtern nach der Fete letzter Nacht beschäftigt (selbstredend im Sinne der Etatauffüllung für den Abiball/der Klassenkasse J ) oder bereits in der nächsten Kaffeepause im Lenz.

6. Ihre Kontakte zu ehemaligen Schulfreunden/Schulfreundinnen (z.B. facebook, Stammtisch,..)?

Die Hildegardis-Crew versammelt sich auch sieben Jahre nach unserer heldenhaften Zeit an der Hilde immer noch zu Feten, Käffchen und Vino. Und jedes Mal senden wir einen gedanklichen Gruß an Mr. Höltje – unangefochten den besten Klassenlehrer. Jaja, klingt kitschig, ist aber so :-)! 

7. Welchen Rat können Sie Lehrer/-innen für die Arbeit mit einem Schüler/einer Schülerin, wie Sie eine/r waren, geben?

Pädagogische Samthandschuhe, stärkenorientierter Unterricht und individuelle Lernwege hin oder her – die Aussicht auf das gute alte „hausaufgabenfrei“ hilft nach wie vor am besten

8. Ein Tipp für kommende Schülergenerationen an der Hildegardisschule?

Überlebenstipp 1: Stellt euch gut mit dem wunderbaren Lenz, der Kaffee rettet euch so manche Pause/Stunde.

Überlebenstipp 2: Kommt in die SV.

Überlebenstipp 3: Backt jetzt schon Waffeln, um Geld für eure Abschlussfeier zu sammeln.

Überlebenstipp 4: Bei Gruppenreferaten: Immer nett lächeln und am Wichtigsten: Zustimmend nicken, um wenigstens den Eindruck zu erwecken, dass du ansatzweise Bescheid weißt, was dein Partner neben dir gerade präsentiert... Bei Nachfragen hat sich die Reaktion: „Die Frage gebe ich ins Plenum ab“ bewährt. Erfolgsrate: 70%. Rettet manchmal so einiges und einer weiß immer was.

9. Welche konkrete Hoffnung hatten Sie am Ende Ihrer Schulzeit? Was ist daraus geworden?

Schulbank ade! (Hat nicht funktioniert, werde gerade selber Pauker... (Die Hilde hinterlässt halt doch ihre (positiven) Spuren).