Tag des gelebten Glaubens- Erfahrungsbericht der Heilerziehungspfleger


Am 27.06.2011 fand der Tag des gelebten Glaubens der HEP,U unter der Leitung von Frau Sammtleben statt. Zu Beginn sangen die Schüler/innen das Lied „Danke für diesen guten Morgen...“, das sie sich selbst ausgesucht hatten, und frühstückten zusammen. Anschließend starteten sie in einen „etwas anderen“ Tag, den Tag des gelebten Glaubens. Ausgehend von dem Lied, in dem für „ein nettes Wort“ und „eine gute Begegnung“ gedankt wird, sollten die Schüler/innen in Gruppen in die Stadt gehen und anderen Menschen etwas Gutes tun. Bereits ein Lächeln oder ein nettes „guten Morgen“ reicht manchmal aus, um Menschen eine Freude zu bereiten.

Aber: Es fällt vielen Menschen schwer auf andere zuzugehen. Das haben die Schüler/innen ebenfalls bemerkt. Viele brauchten eine kleine „Aufwärmphase“ und trauten sich nicht direkt andere anzusprechen. Danach waren ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt: eine Gruppe kaufte Rosen und verschenkte diese an Menschen, bei denen sie dachten, dass sie welche verdient haben bzw. gebrauchen können. Andere kauften Brötchen und verteilten diese an Obdachlose/Bettler, die in der Fußgängerzone saßen. Auch die „Draußen!“ wurde gekauft und es wurden Türen aufgehalten. Eine Schülerin setzte sich zu einem älteren Herrn und fragte ihn, wie es ihm gehen würde. Dieser erzählte sofort drauf los, obwohl er sie nicht kannte. Erst nach einiger Zeit wandte er ein, warum sie ihn gefragt hatte, wie es ihm gehe. Als sie erzählte, dass sie heute Menschen eine Freude machen wollen, war er sichtlich erfreut. („Das Gespräch hat mir gut getan!“) Die Reaktionen auf die „guten Taten“ waren alle sehr positiv, nur manchmal schimmerte ein wenig Verwunderung durch, als z.B. ein Schüler einer älteren Dame die Tür aufhielt. Viele ältere Menschen „wussten gar nicht, dass junge Menschen so nett und höflich sein können“. Nach zwei Stunden trafen sich die Schüler/innen zur Reflexion mit Frau Sammtleben und Frau Holtkötter. Letztendlich hat niemand schlechte Erfahrungen gemacht und die positiven Reaktionen der Menschen haben die Schüler/innen ebenfalls positiv gestimmt. Es wurde das Fazit gezogen, dass man anderen Menschen zwischendurch öfter mal eine Freude machen könnte, denn die Reaktionen der anderen zu sehen erzeugt bei einem selber ebenso ein gutes Gefühl!


Madeleine Fislage (HEP,U), 26.06.2011