Erlebnispädagogischer Tag der FOS

EP7
Der Unterricht in den vier Klassen der Fachoberschule fand seinen Abschluss mit dem Praxistag eines fächerübergreifenden Projektes. Theoretische Aspekte der Erlebnispädagogik waren vorher in den Fächern Erziehungswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Ernährungswissenschaften, Psychologie und Sport/Bewegungserziehung thematisiert worden. Am 10. Mai stand die praktische Anwendung bzw. das konkrete Erleben auf der Tagesordnung.
Ungefähr 100 Schülerinnen und Schüler machten sich daran in 19 Gruppen sich in einem Waldgebiet in der Nähe von Telgte jeweils vier Herausforderungen zu stellen. Das konnten kreative Aufgaben sein, wie ein Waldmonster zu schaffen oder eine Wallfahrtsgrotte zu gestalten, oder mathematisch-naturwissenschaftliche, wie die Anzahl der Bewohner eines Ameisenhaufen zu schätzen oder den Flächeninhalt eines Dreiecks zu berechnen, das durch die Äste eines umgestürzten Baumes gebildet worden war. Außerdem gab es sportliche Aufgaben wie zum Beispiel Limbotanz oder Waldhürdenlauf sowie Kombinationen dieser Aufgabentypen wie die Erfindung und Ausführung des Spiels „Waldball". Die größte Herausforderung bestand allerdings darin, sich ausschließlich mit Hilfe einer Karte in dem Waldgebiet zu orientieren.
Pädagogische Ziele dabei waren vor allem Gruppenerfahrung, Naturerfahrung, Überwindung eigener Grenzen, sich Einlassen auf ungewohnte Situationen sowie das Einbringen unterschiedlicher Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein.
Mit einer Siegerehrung und Auszeichnung aller Gruppen endete die Veranstaltung. Bei einem rohkostreichen Buffet („Gesunde Schule") wurden dann erste Eindrücke ausgetauscht, die in den nächsten Tagen durch Reflexionen in den Klassen vertieft wurden. Dabei betonten die Schülerinnen und Schüler, wie viel Spaß ihnen diese gemeinsame Aktion aller FOS-12er-Klassen zum Abschluss der Schulausbildung an der Hildegardisschule gemacht hätte. Die Bezüge zwischen Theorie und Praxis seien im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar geworden. Für spätere Durchführungen regten einige Schülerinnen und Schüler an darüber nachzudenken, ob die Aufgaben nicht noch etwas risikoreicher und körperlich herausfordernder sein könnten.

 Dr. Uwe Böseler, 09.06.2016