Hildegardisschule gegen Rassismus

Preußentrainer spricht über Rassismus 2

Preußentrainer spricht über Rassismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schule gegen Rassismus konkret – Preußen Co-Trainer Babacar N´Diaye spricht mit Hildegardisschülern

Seit einigen Jahren ist die Hildegardisschule eine „Schule gegen Rassismus“. Um diesen Gedanken in der Schülerschaft weiter zu vertiefen, berichtete Babacar N´Diaye jetzt vor Schülerinnen und Schülern der Höheren Handelsschule von seinen persönlichen Erfahrungen als Mensch mit dunkler Hautfarbe. N´Diaye sprach dabei sowohl von seinen Erlebnissen im Sport als auch im Alltagsleben. Denn seit 1994 lebt und arbeitet der im Senegal geborene Ausnahmespieler mit deutschem Pass in Deutschland. An insgesamt 13 Orten in der gesamten Republik von Nord bis Süd und Ost bis West hat N´Diaye immer wieder seine Torgefährlichkeit bewiesen, sei es in der 6. Liga oder mit Hannover 96 in der 1. Bundesliga. So berichtet er sichtlich betroffen von seiner Wohnungssuche in Hannover als eine Vermieterin angesichts seiner Hautfarbe keine Wohnung mehr zu vermieten hatte. Auch mit dem Vorurteil, dunkelhäutige Menschen handelten generell mit Drogen musste er sich bereits auseinandersetzen. Andererseits hatte N´Diaye auch ein großes Lob für die deutschen Behörden parat.Mit ihnen hatte er niemals Probleme wegen seiner Hautfarbe  und auch seine Kinder hätten bisher keine rassistischen Anfeindungen erlebt, berichtete er auf entsprechende Fragen.
Auch wenn der Fußball erwartungsgemäß bei dem Gespräch häufig erwähnt wurde, lenkten N´Diaye und Lehrer Rafael Fernandes den Fokus immer wieder auf die eigentliche Problematik des Vormittags. Schließlich hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht mit den Fragen „Wer ist mein Nächster?“ und „Wie tolerant sollen Religionen sein?“ auseinandergesetzt, während im Gesellschaftslehreunterricht die Vereinbarkeit von Rassismus mit einer „globalisierten“ Welt hinterfragt worden war. N´Diaye selbst gab durch sein Auftreten eine mögliche Teilantwort: „Ich war völlig überrascht, wie offen er über seine ganz persönlichen Erfahrungen erzählt hat und dass er überhaupt keine Starallüren hat.“, meinte eine Schülerin in der Reflexion der Veranstaltung, die durch die Schulpartnerschaft der Hildegardisschule mit dem SC Preußen Münster ermöglicht wurde.

Rafael Fernandes/Eva Andreo Garcia, Fotos: Eva Andreo Garcia, 09.05.2014, siehe auch im Pressespiegel

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